Fragen und Antworten


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Hier finden Sie Antworten auf häufig gestellte Fragen zur homöopathischen Behandlung:


Sie behandeln verschiedene chronische Erkrankungen. Warum sind Sie nicht spezialisiert auf eine Erkrankung oder ein Organbereich?

Wir sind wohl fast alle im Geiste der Schulmedizin aufgewachsen, und diese ist aufgegliedert in verschiedene Fachbereiche. Daher sind Sie es als Patient gewohnt, einen Spezialisten für genau Ihre Erkrankung aufzusuchen.

Die Homöopathie denkt aber ganz anders: Sie hat einen ganzheitlichen Behandlungsansatz, d.h. die Beschwerden des gesamten Organismus müssen bei der Behandlung berücksichtigt werden.
Viele Patienten haben mehrere chronische Beschwerden in verschiedenen Bereichen des Organismus. Wenn nun ein Arzneimittel verabreicht wird, dann kann es selbstverständlich Veränderungen bei diesen unterschiedlichen Erkrankungen hervorrufen, auch wenn sie gar nicht im Mittelpunkt der Behandlung stehen.
Ein Arzneimittel wirkt immer ganzheitlich, und darauf muss ein Homöopath reagieren können!
Daher wäre eine Spezialisierung auf eine Erkrankung oder ein Organsystem sinnlos und geradezu kontraproduktiv.

Sie arbeiten ausschließlich mit der Homöopathie. Warum nutzen Sie nicht zusätzlich andere alternative Behandlungsmethoden?

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Wenn Sie ein gutes Restaurant suchen – wo erhalten Sie wahrscheinlich das schmackhaftere, frischere und damit nahrhaftere Essen?
In einem Restaurant mit vielen verschiedenen Speisen, oder in einem Restaurant mit einer Auswahl weniger Gerichte auf der Speisekarte?

Die Homöopathie ist eine sehr komplexe Behandlungsmethode. Um die Homöopathie auf einem hohen Niveau ausüben zu können, bedarf es einer mehrjährigen Ausbildung und viel praktischer Erfahrung. Da ist es sehr schwierig, nebenbei noch verschiedene andere Behandlungsmethoden zu studieren und zu praktizieren.

Nach meinen Erfahrungen arbeiten viele Behandler, die die Homöopathie als eine unter vielen Methoden anbieten, zumeist gar nicht „wirklich“ homöopathisch – d.h. mit der Wahl des Arzneimittels nach der Ähnlichkeitsregel. Diese verschreiben die homöopathischen Arzneien eher „schulmedizinisch“, also nach Diagnosen.

Ein weiterer Punkt: Bei gleichzeitiger Anwendung verschiedener alternativer Heilmethoden sind die Resultate der Behandlung schwer oder gar nicht beurteilbar, wir wissen also einfach nicht, welche Methode für die Effekte verantwortlich ist.
Für eine nachhaltige Behandlung ist es deutlich besser, wenn nicht an „mehreren Schrauben gleichzeitig gedreht wird“.

Ich habe starke Beschwerden, aber bisher konnte niemand feststellen, was ich habe. Können Sie mich trotz fehlender Diagnose behandeln?

In der Schulmedizin spielt die Diagnostik eine überragende Rolle – ohne klare Diagnose ist kaum eine Behandlung möglich.

Selbstverständlich sollten Sie Ihre Beschwerden gründlich und genau untersuchen lassen, vor allem zum Ausschluss von schwerwiegenden Erkrankungen.
Aus meiner persönlichen Sicht sind Sie diesbezüglich bei der Schulmedizin normalerweise am besten aufgehoben, ich besitze kein großes Vertrauen in die Zuverlässigkeit der Diagnostik aus der alternativen Heilmedizin.

Allerdings: Einige meiner Patienten hatten bereits eine lange Odyssee durch verschiedene Arztpraxen hinter sich und trotzdem keine genaue Diagnose erhalten. Eine enorm belastende Situation, zumal nicht selten diese Patienten zu Unrecht in die Schublade „Psychosomatik“ gesteckt wurden!

Daher der Hinweis: In der Homöopathie spielt die Diagnostik eine untergeordnete Rolle. Natürlich ist es gut und wichtig zu wissen, welche Erkrankung bei den Patienten vorliegt.

Letztlich entscheidend für die Arzneimittelwahl in der Homöopathie ist aber der Ausdruck der Erkrankung , d.h. die Symptome der Patienten – nicht der Name der Erkrankung!

Kann die Homöopathie parallel zur schulmedizinischen Behandlung eingesetzt werden - gerade bei schweren Erkrankungen?

Homöopathie und Schulmedizin wirken auf unterschiedlichen „Ebenen“.

Da dementsprechend keine Wechselwirkungen auftreten, können schulmedizinische und homöopathische Arzneien parallel eingenommen werden (im Gegensatz zu einigen alternativen Verfahren – siehe unten).
Bestimmte, lebenswichtige schulmedizinische Arzneien dürfen während einer homöopathischen Behandlung natürlich gar nicht abgesetzt werden, wie z.B. Insulin bei Diabetes.

Bei anderen schulmedizinischen Medikamenten ist ein sofortiges Absetzen ebenfalls nicht sinnvoll, hier sollte zunächst eine Parallelbehandlung erfolgen (z.B. Blutdruckmittel, Immunsuppressiva u.a.).

Ziel hierbei ist es, bei einem guten Behandlungsverlauf die schulmedizinische Medikation (am besten unter Rücksprache mit dem behandelnden Arzt) sukzessive auszuschleichen.

Was ist ein Heilpraktiker? Was ist ein Homöopath? Gibt es da Unterschiede?

In Deutschland gibt es zwei Berufsstände, denen vom Gesetz her erlaubt ist, die Heilkunde auszuüben: Ärzte und Heilpraktiker.

Der Begriff „Heilpraktiker“ ist also nur eine reine Berufsbezeichnung, es sagt aber nichts darüber aus, welche Behandlungsmethode vom einzelnen Heilpraktiker genutzt wird.

Ein Homöopath übt die Behandlungsmethode „Homöopathie“ aus, d.h. Heilpraktiker und Ärzte können Homöopathen sein.

Woraus bestehen homöopathische Arzneimittel?

 Homöopathische Arzneimittel werden z.B. aus Pflanzen, Mineralien oder tierischen Produkten gewonnen.

Die Gabe vieler Arzneimittel in Ursubstanz verursacht jedoch gravierende Nebenwirkungen.

Dr. Samuel Hahnemann, Begründer der Homöopathie, fand ein Verfahren, die schädlichen Wirkungen aufzuheben, welches gleichzeitig die spezifischen Kräfte der Arzneien im selben Maße vermehrte.

Dieser sog. Potenzierungsvorgang eines Arzneimittels besteht aus massiver Verdünnung mit Verschüttelung bzw. Verreibung der Ursubstanzen.

Letztgenannter Prozess scheint den Arzneien ein hohes Maß an (kinetischer) Energie zu verleihen, welche die tiefgreifende, energetische Wirkung von homöopathischen Arzneien auf den Organismus ermöglicht.

Wie läuft die homöopathische Behandlung bei Kindern ab?

Das Vorgehen bei der homöopathischen Behandlung von Kindern gleicht der Behandlung von Erwachsenen.

Es gibt nur einen Unterschied: Altersabhängig ist es nur schwer bis gar nicht möglich, die Kinder direkt zu ihren Beschwerden zu befragen.

Glücklicherweise entwickelt die meisten Kinder genügend von außen beobachtbare Symptome, die gut für die Behandlung zu nutzen sind. Daher ist es meist sehr gut möglich, ein individuell passendes Arzneimittel für die Beschwerden Ihres Kindes zu finden.

Ein häufiges Anliegen der Eltern ist die Behandlung von Infektanfälligkeit und die Begleitung bei akuten Erkrankungen.
Die konventionellen Behandlungen erzielen häufig keine nachhaltigen Heilungserfolge, wie z.B. wiederholte Verschreibungen von Antibiotika bei wiederkehrenden Infekten zeigen.


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